Leitbild

Unsere Vision ist eine nachhaltige Welt, in der das unternehmerische Streben nach Profit im Gleichgewicht mit den Interessen der Gesellschaft steht und dadurch sowohl Menschenrechte als auch die Umwelt respektiert werden.

Durch eine gemeinsame Zusammenarbeit auf europäischer Ebene streben die ECCJ Mitglieder an, eine gemeinsame Vision von Unternehmensgerechtigkeit zu verwirklichen, Kompetenzen und Kenntnisse innerhalb der Zivilgesellschaft zu fördern und die Politik im Bereich der Unternehmensverantwortung zu beeinflussen.

ECCJ greift auf die Erfahrungen von zivilgesellschaftlichen Organisationen auf nationaler und europäischer Ebene zurück. ECCJ ist überzeugt, dass Unternehmensverantwortung nur durch einen internationalen rechtlichen Rahmen möglich ist, der als Grundlage für Unternehmensgerechtigkeit dient.




Sechs Prinzipien von Unternehmensgerechtigkeit:

  1. Unternehmensgerechtigkeit soll auf international vereinbarten Standards und Prinzipien hinsichtlich der Menschenrechte, Sozial-, Wirtschafts-, Arbeits- und Umweltstandards basieren.
  2. Obwohl freiwillige Initiativen in manchen Fällen erfolgreich sein können, sind regulative Maßnahmen nötig um zu gewährleisten, dass Unternehmen nationale und internationale Standards respektieren.
  3. Die Rechte der Stakeholder sind wesentlich für Unternehmensgerechtigkeit. Sie sind notwendig, um Unternehmen für ihre Taten und Entscheidungen zu Rechenschaft ziehen zu können und Unternehmen in die Pflicht nehmen zu können. Voraussetzung dafür ist die Existenz eines systematischen internen und externen Dialogs. Stakeholder sollen von Beginn an in die Entwicklung von Unternehmensstrategien miteinbezogen werden.
  4. Initiativen zur Unternehmensverantwortung sind nur dann effektiv und glaubwürdig, wenn sie einen unabhängigen Kontrollmechanismus enthalten sowie einen Entschädigungsmechanismus, der die Einbußen regelt, die durch schädliche Unternehmensaktivitäten entstehen können.
  5. Unternehmensgerechtigkeit erfordert ein hohes Maß an Transparenz bezüglich Unternehmensaktivitäten und Produkten. Das beinhaltet sowohl eine Rechenschafts- und Publizitätspflicht für Unternehmen hinsichtlich ihrer Umwelt- und Sozialpolitik, Offenbarung von Zahlungen, Subventionen und Lobbyaktivitäten als auch das Recht der Konsumenten und Stakeholder, über den Produktionsprozess von Waren oder Leistungen informiert zu werden.
  6. Um die Auswirkung von Unternehmen auf die Gesellschaft zu verbessern, müssen grundsätzliche Veränderungen innerhalb der Unternehmensstruktur und der Zuliefererkette vorgenommen werden. Darüber hinaus muss verantwortliches Handeln in die Grundsätze der Unternehmensführung und Unternehmensstrategie sowie Beschaffungspraktiken integriert werden.